Energiesparhäuser –
Der aktuelle Trend beim Hausbau
Dass sich die Energiesparhäuser bei den potentiellen Bauherren steigender Beliebtheit erfreuen, hat einen guten Grund. Die Aufwendungen, die man ständig in den Energiebedarf und den Heizungsbedarf seines Hauses stecken muss, werden auf Grund der immer weiter kletternden Preise für Energieträger aller Art ständig höher. Da greift schon so mancher an einem neuen Eigenheim Interessierte zum Taschenrechner und stellt die Kosten für die zusätzlichen Isolierungen und technischen Anlagen den Einsparungen gegenüber, die er damit über die Nutzungsdauer der Energiesparhäuser erzielen kann.
Wissen sollte man, dass die Energiesparhäuser in unterschiedliche Kategorien unterschiede werden, für die man diverse staatliche Förderungen in Anspruch nehmen kann. Das absolute Highlight der Energiesparhäuser und eine technische Meisterleistung stellt das Plusenergiehaus dar. Das erste dieser Art wurde 1994 in Freiburg gebaut und ging unter der Bezeichnung „Heliotrop“ in die Geschichte des Hausbaus ein. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es mehr Energie liefern kann, als es selbst verbraucht. Das ist natürlich nur dann möglich, wenn man nicht nur auf guten thermischen Schutz achtet, sondern auch von der Wärmepumpe bis hin zu Solarzellen alle Möglichkeiten der Energiegewinnung und Energierückgewinnung nutzt.
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Darüber hinaus unterscheidet die Energiesparverordnung von 2009 verschiedene Stufen der KfW Effizienzhäuser. Die Kennzeichnung der jeweiligen Stufe gibt Auskunft darüber, welcher Primärenergiebedarf pro Jahr und Quadratmeter Nutzfläche pro Jahr anfällt. Die Zahl zeigt an, welcher Prozentsatz der Richtwerte der Energiesparverordnung beim Primärenergiebedarf der Energiesparhäuser erreicht werden darf. Der Zusatz KfW wurde deshalb treffend gewählt, weil man für solche Bauwerke staatliche Förderungen in Form von besonders günstigen Krediten bei der Kreditbank für Wiederaufbau, kurz KfW, beantragen kann.
Doch auch ohne diese Vergünstigungen bei der Baufinanzierung würden sich Energiesparhäuser auf jeden Fall rechnen. Schaut man sich aktuelle Statistiken an, dann liegt der primäre Energiebedarf beim klassischen Durchschnittshaus bei bis zu 160 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter Nutzfläche. Selbst bei einem Passivhaus kann hier der Wert von 30 Kilowattstunden unterschritten werden. Das wären bei den derzeitigen Strompreisen etwa 25 Euro an Einsparungen, die man pro Quadratmeter und Jahr erzielen könnte. Angesichts der durchschnittlichen Nutzflächen, die neu errichtete Eigenheime in Deutschland aufweisen, kommen hier mehrere Tausend Euro pro Jahr zusammen, so dass sich die Investition in Energiesparhäuser sehr schnell rechnet.
Doch nicht nur Neubauten kann man als Energiesparhaus bauen. Auch die Nachrüstung von Altbauten stellt heute technisch kein größeres Problem mehr dar. Natürlich steht auch hier die thermische Isolierung an vorderster Stelle. Beginnen sollte man damit bereits in den Kellerbereichen, wo man schon mit einfachsten Mitteln bewirken kann, dass die Kälte die Wohnbereiche im Erdgeschoss nicht mehr erreichen kann. Das gilt genauso für die Dachböden, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. Inzwischen ist es sogar möglich, selbst denkmalgeschützte Fassaden thermisch isolieren zu können, ohne dass an der Optik etwas verändert wird.
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Für eine Nachrüstung von Altbauten auf die Verbrauchsstandards der Energiesparhäuser gibt es ebenfalls staatliche Förderungen. Sie reichen derzeit von Zuschüssen für die Umrüstung der Heizung auf Energie sparende Pumpsysteme bis hin zu zinsverbilligten Krediten, die über die Hausbank bei den deutschen Förderbanken beantragt werden können. Sie helfen den interessierten Bauherren mit langen Laufzeiten und dadurch niedrigen Raten sowie günstigeren Zinsen, als man sie für Baufinanzierungen vom allgemeinen Kreditmarkt bekommen kann.

